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Linkbuilding-Studie: Klassische PR verschenkt SEO-Potenzial

Eine WORTLIGA-Analyse von 2063 Fachartikeln belegt eine Schwäche klassischer PR: 507 Artikel nennen eine Studie, verlinken sie aber nicht. Wer dieses SEO-Potenzial nutzen will, muss Redaktionen zwingendere Argumente liefern. Die Auswertung zeigt den Weg: Knapp jeder fünfte Backlink in Fachmedien entsteht durch vom Absender gelieferte Tools (12 %) und Studien (7 %). Wer auf diese datengetriebenen Linkable Assets setzt, nutzt den berechenbarsten Hebel für redaktionelles Linkbuilding.

22. September 2026 · Eine Untersuchung der WORTLIGA-Redaktion

Von 2063 untersuchten Fachartikeln aus Deutschland, Österreich und der Schweiz nennen 618 eine Studie – aber nur 111 dieser Artikel setzen auch einen Studienlink. Das Potenzial ist groß: 75 der 90 Fachmedien nennen in der Stichprobe mindestens einmal eine Studie. Ausgewertet wurden außerdem alle 2382 Links, die die Artikel nach außen setzen.

Die Erfolgsformel für Linkbuilding

„Wer PR machen will, ist mit einer Studie gut beraten. Wer Links will, kombiniert sie mit einem Tool.“

Gidon Wagner, Studienleiter und Geschäftsführer der WORTLIGA Tools GmbH

Die Redaktion zitiert, setzt aber keinen Link

Ergebnis: 618 von 2063 Artikeln (30 %) nennen eine Studie, einen Datenreport oder eine amtliche Zahl. Doch nur 111 dieser Artikel enthalten auch einen Studienlink – 507 Artikel enthalten keinen Link auf die erwähnte Studie.

Redaktionen tippen einzelne Zahlen oft einfach ab. Bietet die Zielseite ein interaktives Werkzeug, setzt die Redaktion den Link eher als Service für ihre Leser.

Wie viele der 90 Fachmedien auf welches Ziel verlinken

Mindestens ein Link, Abruf vom 21. September 2026

Produkt39 (43 %)Über die Organisation39 (43 %)Tool38 (42 %)Startseite erwähnter Organisation37 (41 %)Studie33 (37 %)
Ohne Links auf andere Artikel, Ämter und interne Inhalte des Verlags. Grafik: WORTLIGA

19 Prozent der Backlinks lassen sich durch Tools und Studien steuern

Wohin die 2382 Links führen

Artikel und Zielseite ausgewertet

Sonstiges584Anderer Artikel450Organisation erwähnt341Tool292Über die Organisation277Studie167Produkt139Amt, Gesetz, Urteil117Grund unklar15
Anteile auf ganze Zahlen gerundet. Grafik: WORTLIGA
Grund für den Link Links Anteil
Sonstiges 584 25 %
Anderer Artikel 450 19 %
Organisation erwähnt 341 14 %
Tool 292 12 %
Über die Organisation 277 12 %
Studie 167 7 %
Produkt 139 6 %
Amt, Gesetz, Urteil 117 5 %
Grund unklar 15 1 %

Sonstiges sind Autorenzeile, Partner- und Sponsorenlogos, Stellenanzeigen, Bild, Login, Ticket, Veranstaltung und die Eigenwerbung des Verlags: Abo, E-Paper, eigener Podcast, Seminare des Hauses. Organisation erwähnt heißt: Der Artikel nennt eine Firma oder Organisation nur nebenbei und verlinkt ihre Startseite oder ihr Profil.

Über die Organisation heißt: Der Artikel handelt von ihr, zitiert sie oder erzählt einen Kundenfall. Ein Tool ist Software, eine Plattform oder eine App. Dazu zählen auch 60 geteilte Ansichten der Netz-Monitoring-Plattform ThousandEyes, mit denen die Computerwoche Internet-Ausfälle belegt.

Eine Studie ist die Zielseite selbst: Umfrage, Datenreport, Paper, Whitepaper mit eigenen Zahlen oder amtliche Statistik. Ein Produkt ist ein Shop, ein Preis, ein Test oder ein Titel zum Ansehen. Amt, Gesetz, Urteil sind Gesetzestexte, Urteile und Behördenseiten ohne eigene Erhebung.

19 Prozent der Links führen auf Tools und Studien

Nicht jeden Link kann ein Absender anstoßen. Die 2382 Links lassen sich danach in vier Gruppen teilen.

Wer den Link auslöst Linkgründe Links Anteil
Redaktion oder Seitenaufbau Anderer Artikel, Amt, Sonstiges, Grund unklar 1166 49 %
Organisation oder Person ist Nachricht Über die Organisation, Organisation erwähnt 618 26 %
Die Redaktion zeigt oder testet ein Produkt Produkt 139 6 %
Ein Absender liefert einen Inhalt (Linkable Asset) Tool, Studie 459 19 %

Gezielt anstoßen lässt sich vor allem die letzte Gruppe. Linkaufbau muss kein Zufall sein: 459 der untersuchten Links (19 Prozent) entstanden, weil ein Absender ein Tool oder eine Studie geliefert hat – im SEO-Jargon ein Linkable Asset. 292 Links führen auf ein Tool, 167 auf eine Studie. Das ist der Anteil, den Unternehmen für digitale PR strategisch planen können. Produktlinks zählen nicht dazu: Shop, Preis und Testbericht wählt die Redaktion aus, ein Absender kann sie kaum zuliefern. Links auf Veranstaltungen zählen zur ersten Gruppe, weil sie unter Sonstiges fallen. Auch sie kann ein Absender selbst anstoßen.

Zwei Inhalte kann ein Absender liefern

Vier Linkgründe hängen am Unternehmen selbst. Liefern kann es zwei davon.

  • Ein Werkzeug. 292 Links führen auf Software, eine Plattform oder eine App. 38 von 90 Medien setzen so einen Link, 108 Artikel enthalten einen.
  • Eine Zahl. 167 Links führen auf 143 Studienseiten. 33 von 90 Medien verlinken eine, 114 Artikel enthalten einen Studienlink. 3 Artikel verlinken eine Studie, ohne dass eine Nennung gezählt wurde. Dazu kommen 507 Artikel, die eine Studie nennen, aber keine verlinken.
  • Ein Produkt. 139 Links führen auf einen Shop, einen Preis, einen Test oder einen Titel. 39 von 90 Medien setzen so einen Link.
  • Selbst Nachricht sein. 277 Links führen auf die Firma oder Organisation, über die der Artikel berichtet. Weitere 341 führen auf Startseiten oder Profile von Firmen und Organisationen, die der Artikel nebenbei erwähnt.

Werkzeug und Zahl kann eine Firma bauen und liefern. Ein Produkt muss die Redaktion auswählen, zur Nachricht muss die Firma erst werden.

Tools und Studien erreichen zum Teil verschiedene Redaktionen: 38 verlinken Tools, 33 Studien, zusammen sind es 50. Nur 21 verlinken beides.

„Laut einer globalen DHL-Umfrage kaufen 75 Prozent der befragten Online-Shopper am Black Friday oder Cyber Monday ein.“ – W&V, Black Friday

„Eine aktuelle Studie von CreatorIQ mit mehr als 5.000 Creatorn aus 100 Regionen kommt zu dem Ergebnis, dass 67 Prozent weniger als 10.000 Dollar pro Jahr mit ihrer Content-Produktion verdienen.“ – Meedia

„In Deutschland nutzen laut dem Statistischen Bundesamt etwa 12 Prozent aller Unternehmen künstliche Intelligenz in ihren Unternehmensprozessen.“ – OMR

„Grundlage ist eine Sonderfrage der ifo Konjunkturumfrage vom Juli 2026. Ausgewertet wurden 4.449 freie Antworten aus Industrie, Bau, Handel und Dienstleistungen.“ – iBusiness

Wo Tools öfter verlinkt werden als Studien

Im Digitalen führen 154 von 567 Links auf ein Tool. 123 davon setzt die Computerwoche, 60 allein auf Ausfall-Ansichten von ThousandEyes. In der Energie führen 42 von 423 Links auf eine Studie, 32 davon beim Klimareporter. Ohne ihn sind es 10 von 245 Links, in der Wirtschaftspresse 8 von 249. Im Marketing hängt es nicht an einem Blatt: Die 68 Tool-Links verteilen sich auf 8 Titel, die 46 Studienlinks auf 9. Die meisten setzen Meedia (30 Tool-Links) und Übermedien (13 Studienlinks). In Tourismus, Bau und Mobilität zusammen führen 14 von 254 Links auf ein Tool oder eine Studie.

Sparte Links Tool Studie
Marketing 621 68 46
Digital 567 154 55
Energie 423 0 42
Wirtschaft 249 33 8
HR 167 18 9
Tourismus 133 5 1
Bau 89 5 1
Industrie 81 7 3
Mobilität 32 2 0
Handel 20 0 2

Was nicht in der Zahl steckt

Abgerufen wurden 2516 Artikel. 453 davon ließen sich nicht auswerten: Paywall, Cookie-Wand, Fehlerseite oder fehlender Text. Sie fehlen in der Basis der 2063 Artikel. Rechnet man sie als Artikel ohne Nennung mit, nennen 618 von 2516 eine Studie, knapp 25 Prozent. 420 der 453 stecken auch in den 1764 Artikeln, die keinen gezählten Link setzen.

43 Linkziele waren nicht lesbar. Sie zählen nicht als Studie. Bei 37 davon ergab sich der Grund für den Link aus dem Artikel, 6 bleiben unklar. Insgesamt haben 15 Links keinen erkennbaren Grund.

Der Filter gegen Footer, Werbung und Verlagsnetz entfernte 20140 Links von 408 Hosts. Darunter sind auch Seiten von Google und Microsoft. Einzelne echte Tool-Links können so herausgefallen sein. Die Tool-Zahl ist daher eher zu niedrig als zu hoch.

Ein Teil der Tool-Links hängt an wenigen Rubriken: 60 ThousandEyes-Ansichten in der Computerwoche, 28 Google-Trends-Kurven bei Meedia. Ohne diese 88 Links bleiben 204 Tool-Links, 9 Prozent. Zusammen mit den Studien sind es 371 Links, 16 Prozent. Ein Teil der Tool- und Produktlinks steht in Advertorials oder gesponserten Beiträgen. Sie zählen mit, weil auch dort ein Absender den Inhalt liefert.

Medizinische Medien wurden wegen ihrer Sonderstellung ausgeschlossen: Ärzteblatt, Ärzte Zeitung, Pharmazeutische Zeitung, Deutsche Apotheker Zeitung und kma, zusammen 173 Artikel und 358 Links. Ein Großteil dieser Links, vor allem im Ärzteblatt, führt auf klinische Paper. 230 gehen auf eine DOI- oder PubMed-Seite. Mit dieser Mediensparte wäre die Zahl der verlinkten Studien deutlich höher und hätte die Statistik über die übrigen Medien stark verfälscht. Ein Paper, das ein anderes Fachblatt verlinkt, zählt mit.

Die Zahl der Links je Sparte hängt davon ab, wie viele Artikel die Feeds lieferten. Die Prozentwerte sind auf ganze Zahlen gerundet.

Methode

Abruf: 21. September 2026. Die Artikel stammen aus RSS-Feeds und Nachrichtenübersichten, meist 40 je Medium. Die meisten datierten Artikel erschienen in der Woche davor, einzelne sind Monate alt. Gezählt ist dieser Ausschnitt, nicht das Archiv der Blätter.

Die Liste umfasst 120 Fachmedien aus DACH in elf Sparten, ausgewählt von WORTLIGA. Sie ist keine Vollerhebung. 95 davon lieferten abrufbare Artikel, 2689 Stück. Paywalls wurden nicht umgangen: Jeder Artikel wurde einmal abgerufen, hinter einer Paywall blieb nur der frei sichtbare Teil. Nach Abzug der fünf medizinischen Titel bleiben 2516 Artikel aus 90 Medien.

Gezählt sind die ausgehenden Links im Fließtext. Social-Media-Profile, Teilen-Knöpfe, Podcast-Plattformen und Verlagsshops fielen vorab heraus. Ein Host fiel weg, sobald er auf mindestens 40 Prozent der Artikel desselben Blatts lag. Das trifft Footer, Werbung und das Verlagsnetz. Impressum, Datenschutz, AGB und Karriereseiten fielen ebenfalls weg. Übrig sind 2382 Links in 752 Artikeln aus 71 Medien. 19 Medien setzen in diesem Ausschnitt keinen gezählten Link.

Die Auswertung lief KI-gestützt nach festen Regeln. Ein Sprachmodell bekam für jeden Link den vollen Artikeltext und die gefolgte Zielseite und ordnete ihn nach einem schriftlichen Kodierschema ein. Stichwortlisten oder URL-Muster entschieden nicht. Als Studie zählt die Zielseite, wenn sie selbst eine Umfrage, ein Datenreport, ein Paper, ein Whitepaper mit eigenen Zahlen, eine amtliche Statistik oder die Veröffentlichungsseite dieses Berichts ist. Der Absender spielt keine Rolle. Eine Pressemitteilung zählt nur, wenn die Ergebnisse auf der Seite stehen. Nicht gezählt: Gesetz, Urteil, Parteiprogramm, Koalitionsvertrag, Startseite, Produkt, Stelle, Ratgeber ohne eigene Erhebung, ein anderer Artikel. Das Wort Studie im Artikel macht die Zielseite nicht zur Studie.

Die übrigen Links wurden genauso ausgewertet und einem Grund zugeordnet. Passten mehrere, galt diese Reihenfolge: anderer Artikel, Amt, Produkt oder Tool, Über die Organisation, Organisation erwähnt, Sonstiges. Die Links auf Software, Shop und Titel wurden ein zweites Mal ausgewertet. Software, Plattform, App und Google Trends zählen als Tool. Shop, Preis, Test und ein konkreter Titel zählen als Produkt. Passten Tool und Shop gleichzeitig, zählte das Tool.

Zum Schluss wurden alle 2382 Urteile noch einmal ausgewertet. 363 Links bekamen dabei einen anderen Grund. Die meisten waren Eigenwerbung des Verlags, die als Produkt oder Tool zählte, sowie Autorenzeilen und Partnerlogos, die als erwähnte Organisation zählten. Beides steht jetzt unter Sonstiges. Ein Warentest und ein Ranking aus dem eigenen Verlag zählen nicht mehr als Studie.

Jeder der 2516 Artikel wurde darauf ausgewertet, ob er eine konkrete Erhebung oder ihr Ergebnis nennt. Das Wort Studie allein zählt nicht, eine nackte Zahl ohne Erhebung auch nicht. Fehlender Text und Cookie-Wand zählen nicht als Nennung.

Untersuchte Medien

In Klammern die Zahl der ausgewerteten Artikel.

  • Marketing (17): DWDL (31), HORIZONT (40), Horizont Österreich (40), iBusiness (40), journalist (22), kress (36), Lead Digital (32), Medium Magazin (40), Meedia (28), OMR (25), OnlineMarketing.de (10), persönlich (40), PR Report (40), turi2 (1), Übermedien (12), W&V (35), Werbewoche (12)
  • Digital (17): Basic Thinking (10), BigData-Insider (4), ChannelPartner (20), CloudComputing-Insider (2), Computerwoche (40), Dev-Insider (24), etailment (40), Golem (40), IP-Insider (40), IT-Daily (40), kom.de (40), Netzwoche (20), Security-Insider (22), silicon.de (50), t3n (20), The Decoder (10), ZDNet (6)
  • Wirtschaft (17): Business Insider DE (40), Business Punk (4), Cash.Online (20), Das Investment (6), deutsche-startups (15), Die Presse (80), FAZ (40), Finance Magazin (40), Handelsblatt (50), Harvard Business manager (10), Haufe (21), Impulse (22), iwd (40), manager magazin (36), NZZ (16), Versicherungswirtschaft heute (25), Wirtschaftswoche (20)
  • Industrie (9): DVZ (40), elektrotechnik (14), Industrieanzeiger (40), konstruktionspraxis (8), Logistik Heute (40), MM Maschinenmarkt (4), process (12), VDI nachrichten (10), VerkehrsRundschau (40)
  • Energie (8): ContextCrew (10), energate messenger (39), Erneuerbare Energien (40), et – Energiewirtschaftliche Tagesfragen (7), klimareporter (30), pv magazine (10), Sonne Wind & Wärme (14), UmweltDialog (40)
  • Bau (6): Bauwelt (34), Deutsche BauZeitschrift (39), Deutsche Handwerks Zeitung (10), handwerk magazin (9), handwerk.com (40), Immobilien Zeitung (40)
  • HR (5): Arbeit und Arbeitsrecht (40), HRM.de (40), Human Resources Manager (40), Personalwirtschaft (40), Wirtschaftspsychologie aktuell (14)
  • Handel (4): Lebensmittel Praxis (40), Lebensmittel Zeitung (40), stores + shops (13), Textilwirtschaft (40)
  • Tourismus (4): AHGZ (40), foodservice (40), fvw (40), Touristik Aktuell (40)
  • Mobilität (3): AUTOHAUS (40), kfz-betrieb (2), vision mobility (40)

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