WordPress im Praxis-Check: Woran Nutzer wirklich verzweifeln
Eine Stimmungsanalyse im Netz zeigt: Der Ruf von WordPress als einfaches Website-System bröckelt in der Praxis. Vor allem Plugins und die steile Lernkurve sorgen für Frust.
31. Juli 2026 · Eine Untersuchung der WORTLIGA-Redaktion
WordPress treibt über 40 Prozent aller Websites weltweit an. Doch wie reibungslos läuft das Content-Management-System im Alltag? Eine aktuelle Studie von WORTLIGA untersucht die Stimmung im Netz und offenbart eine deutliche Diskrepanz zwischen dem Versprechen der einfachen Bedienbarkeit und der technischen Realität. Die Auswertung von Foren, Blogs und Communities zeigt klar: Der Leidensdruck bei der technischen Pflege ist hoch.
Die Daten der Erhebung zeichnen ein eindeutiges Bild: 83 Prozent der 110 analysierten Einzelaussagen weisen eine negative Tonalität auf. Die Spitzenposition bei den Antworten auf die Frage nach konkreten Schwierigkeiten belegen Plugin-Konflikte und Fehlermeldungen. Ganze 35 Prozent der Aussagen lassen sich dieser Kategorie zuordnen. Anwender berichten von zerschossenen Layouts nach Updates oder Inkompatibilitäten im Backend.
Zentrale Ergebnisgrafik. Grafik: WORTLIGA
Plugins als größtes Frustpotenzial
„Vorher haben wir unsere Bilder immer mit Autoptimize komprimiert, allerdings ist nahezu nichts langfristig mit diesem eigentlich guten Plugin kompatibel…“
Erwähnungsquote der Themenkategorien
In wie vielen der 66 Dokumente wurde die Kategorie erwähnt (Schweige-Analyse)
Erwähnungsquote der Themenkategorien – In wie vielen der 66 Dokumente wurde die Kategorie erwähnt (Schweige-Analyse). Grafik: WORTLIGA
Steile Lernkurve vs. Performance-Probleme
Auf dem zweiten Platz der größten Hürden folgt die allgemeine Komplexität des Systems (20 Prozent der Aussagen). Das Backend-Management und der Gutenberg-Editor überfordern viele Nutzer.
„Wenn ich schreibe, dann offline, und das Kopieren und nachträgliche Block-Formatieren eines kompletten Posts droht ernsthaft meinen verbleibenden Haarbestand zu gefährden.“
Spannend ist hierbei der Blick auf die unterschiedlichen Diskursräume (Strata): Während der reine Anwender-Diskurs vor allem unter der Komplexität und steilen Lernkurve leidet (25 Prozent in diesem Stratum), liegt der Fokus im Anbieter- und Experten-Diskurs gänzlich woanders. Fachquellen und Agenturen stören sich deutlich stärker an schlechter Performance und Ladezeiten (26 Prozent, gegenüber nur 8 Prozent bei den Anwendern).
Hinweis zur Methodik
Bei diesen Ergebnissen handelt es sich um eine Erhebung, basierend auf 66 verifizierten Quellen und 110 ausgewerteten Einzelaussagen (es handelt sich um eine qualitative Stimmungsanalyse, nicht um eine bevölkerungsrepräsentative Umfrage).
Diagramme zur Studie
Die folgenden Diagramme beruhen auf den Auszählungen dieser Studie. Die zugrunde liegenden Daten liegen jedem Download als CSV-Datei bei (Ordner diagramm-daten/) und lassen sich z.B. in Excel neu gestalten.
Datenbasis: von der Erfassung zur Netto-Stichprobe
Wie viele Dokumente erfasst, verifiziert bzw. abgelehnt wurden
Datenbasis: von der Erfassung zur Netto-Stichprobe – Wie viele Dokumente erfasst, verifiziert bzw. abgelehnt wurden. Grafik: WORTLIGA
Sentiment aller extrahierten Einzelaussagen
Stimmungsverteilung über alle verifizierten O-Töne (Zähleinheit: Aussage)
Sentiment aller extrahierten Einzelaussagen – Stimmungsverteilung über alle verifizierten O-Töne (Zähleinheit: Aussage). Grafik: WORTLIGA
Sentiment der Aussagen je Kategorie
Aufschlüsselung der Einzelaussagen (O-Töne) in negativ / neutral / positiv
Sentiment der Aussagen je Kategorie – Aufschlüsselung der Einzelaussagen (O-Töne) in negativ / neutral / positiv. Grafik: WORTLIGA
Verteilung der Samples nach Quell-Typ
Aus welchen Online-Räumen stammen die ausgewerteten Beiträge
Verteilung der Samples nach Quell-Typ – Aus welchen Online-Räumen stammen die ausgewerteten Beiträge. Grafik: WORTLIGA
Bias-Score der Studie: 71 von 100
Unvoreingenommenheits-Index (Gleichmäßigkeit der Kategorien & Quell-Diversität)
Bias-Score der Studie: 71 von 100 – Unvoreingenommenheits-Index (Gleichmäßigkeit der Kategorien & Quell-Diversität). Grafik: WORTLIGA